14.1 Die berühmtesten Erfinder und Firmengründer finden Sie im Museumshandbuch sowie in der Aufstellung im Museum.
Georg Friedrich Reichenbach,
Natürlich steht Reichenbach an erster Stelle unserer Auflistung, verstehen wir Ihn doch als den Urvater unseres Museums.
ab 1813 von Reichenbach (* 24. August 1771 in Durlach; † 21. Mai 1826 in München) war ein bayerischer Erfinder und Ingenieur. Mit dem Unternehmer Josef von Utzschneider und dem Feinmechaniker Joseph
Liebherr gründete er 1804 eine optisch-mechanische Werkstätte, welche jahrzehntelang die besten Theodolite und astronomischen Fernrohre produzierte. Reichenbach war der Sohn eines Schlossers, er
machte seine Lehre in Mannheim und durfte mit kurfürstlicher Förderung nach England reisen. Nach seiner Rückkehr nach München 1796 beschwerte sich Reichenbach "fand ich dort keine einzige Anstalt zur
Verfertigung mathematischer, noch weniger astronomischer Instrumente vor, alles in diesem Betreffe wurde aus England oder der Werkstätte des Herrn Brandes aus Augsburg bezogen“. Er konstruierte
Maschinen für eine Gewehrfabrik. 1802 baute er in München eine Kreisteilungsmaschine und entwickelte 1809 zusammen mit Joseph von Fraunhofer optische Präzisionsinstrumente.
Joseph Fraunhofer
wurde als elftes Kind eines Glasermeisters 1787 in Straubing geboren. Da seine Eltern starben, als er erst elf Jahre alt war, wurde er von seinem Vormund in die sechsjährige Spiegelschleiferlehre
nach München gegeben. Dort überlebte er 1801 den Einsturz des Hauses seines Lehrherrn. Bei seiner Rettung war Kurfürst Maximilian IV. anwesend, der von dem glücklichen Ausgang beeindruckt war und
Joseph Fraunhofer 18 Dukaten schenkte. Mit diesem Geld erwarb Fraunhofer eine Glasschneidemaschine und kaufte sich von den restlichen Lehrmonaten frei. Auch der Geheime Rat und Unternehmer Joseph von
Utzschneider hatte die Rettung beobachtet und nahm sich des Jungen an. Er ermöglichte Fraunhofer den Besuch der Sonntagsschule und verschaffte ihm Zugang zu mathematischer und optischer
Fachliteratur. Nach seiner Lehre trat Fraunhofer 1806 als Optiker ins Mathematisch-Feinmechanische Institut von Reichenbach, Utzschneider und Liebherr ein. Dieses Institut war 1802 vom Erfinder Georg
Friedrich von Reichenbach und dem Uhrmacher Joseph Liebherr zur Herstellung von astronomischen und geodätischen Instrumenten gegründet worden, Utzschneider hatte sich als Geldgeber angeschlossen.
weitere große Erfinder und Mathematiker finden Sie im Museum sowie im Museumshandbuch