Die Speichertechnik im Umfeld der Geoinformation ist ein elementarer Bestandteil der Geoinformatik. In sehr kurzen Zeiträumen hat sich eine unglaubliche Entwicklung vollzogen, die unser Museum leider nur zu einem Kleinen Teil abdecken kann. Trotzdem wollen wir versuchen die wichtigsten Entwicklungsschritte aufzuzeigen.
Der Datenspeicher von Micronic (einer Facit Nachfolgefirma) war einer der ersten vollelektronischen Datenspeicher und kam ca. 1980 auf den Markt. Er wurde vornehmlich von Zeiss Jena bei den Geräten der Recota und RetaSerie eingesetzt. Das Speichervolumen war zuerst mit 128 kb begrenzt und wurde später dann auf 256 und 512 MB erweitert. Die Datenübertragung wurde über ein V24 Kabel bewerkstelligt.
Olivetti M10 mit Wenninger Auswertesoftware VTR
Basic-programmierbarer Klein PC mit 16kb Speicher. Reichte aus für die Speicherung von ca. 1000 Vermessungspunkten. Hatte ein V24 Schnittstelle und speicherte die Messwerte direkt in einen Messwertebereich bzw. rechnete sofort die Koordianten aus und speicherte diese in die Koordinatendatei
Sharp PC1600
mobiler TaschenPC mit kompletter Printausstatung und Bandspeicher. Sehr beliebter Taschenrechner mit Dockingstation. Das Gerät hatte einen A4 Drucker mit 4 Farben und ein Bandspeicherlaufwerk (leider nicht mehr vorhanden). Das Gerät konnte vollkommen abgekoppelt werden und war separat zu verwenden.
Es hatte einen V24 Eingang und konnte sogar als Schrittzähler für die erste vollautomatische Nivellierlatte (Konstruktion Wenninger-Wimbauer) eingesetzt werden.
Als Software wurde meistens die Weiterentwicklung der M10 BasicVersion von Wenninger/Wimbauer VTR eingesetzt.
Husky Hunter2
Der Husky Hunter ist ein faszinierender Meilenstein der Computergeschichte – ein extrem robuster („ruggedized“) Handheld-Computer aus den 1980er Jahren, der vor allem durch seine ungewöhnliche Speicherarchitektur hervorsticht.
Wenn wir über den Datenspeicher des Husky Hunter sprechen, müssen wir zwischen dem Arbeitsspeicher (RAM) und der Art und Weise, wie Daten dauerhaft gespeichert werden, unterscheiden.
Der Husky Hunter besaß keine Festplatte und in der Basisversion auch kein Diskettenlaufwerk. Stattdessen nutzte er einen Teil seines RAMs als Laufwerk (eine sogenannte RAM-Disk).
Kapazität: Je nach Modell (Hunter, Hunter 2, Hunter 16) variierte der Speicher stark. Der ursprüngliche Hunter startete oft mit 80 KB bis 208 KB RAM. Spätere Versionen wie der Hunter 16 konnten bis zu 2 MB haben.
Die Batterie-Sicherung: Da RAM flüchtig ist (die Daten also beim Ausschalten gelöscht werden), verfügte der Husky Hunter über eine permanente Batteriepufferung. Das bedeutet, dass die Daten im Speicher erhalten blieben, solange die Batterien geladen waren – selbst wenn das Gerät „ausgeschaltet“ war.
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