Wenninger GeoMuseum für Vermessungstechnik und Geoinformation
Wenninger GeoMuseum          für Vermessungstechnik und Geoinformation

geodätische Firmen und Erfinder

Nur wenige Industriezweige sind so reich an universellem Erfindungsreichtum wie die Geoinformatik und Vermessung. Norgendwo bündelt sich das interdisziplinäre Wissen so wie in deser Branche. Physik, Mathmatik, Feinmechanik, Wärmelehre, Optik und in der neueren Zeit auch Elektronik und Telematik. Wenn man hinter die Kulissen der Entwickler schaut ist man tief beeindruckt über den Erfindergeist und das Wissen über interdisziplinäre Zusammenhänge dieser ausergewöhnlichen Menschen. Unser Museum geht zurück auf die Aservatenlammer von Reichenbach und dem Ertelwerk, daher auch die Pflicht diesen Typus Erfinder zu würdigen.

 

 

Georg Friedrich Reichenbach,

ab 1813 von Reichenbach (* 24. August 1771 in Durlach; † 21. Mai 1826 in München) war ein bayerischer Erfinder und Ingenieur. Mit dem Unternehmer Josef von Utzschneider und dem Feinmechaniker Joseph Liebherr gründete er 1804 eine optisch-mechanische Werkstätte, welche jahrzehntelang die besten Theodolite und astronomischen Fernrohre produzierte. Reichenbach war der Sohn eines Schlossers, er machte seine Lehre in Mannheim und durfte mit kurfürstlicher Förderung nach England reisen. Nach seiner Rückkehr konstruierte er Maschinen für eine Gewehrfabrik. 1802 baute er in München eine Kreisteilungsmaschine und entwickelte 1809 zusammen mit Joseph von Fraunhofer optische Präzisionsinstrumente.

Reichenbach entwickelte zahlreiche technische und Messinstrumente, u. a. eine Metallhobelmaschine, genaue Distanzfäden für Theodolite und den Reichenbach-Distanzmesser mit genauem Höhenkreis.

Reichenbach gilt nicht nur als Mitbegründer der bayerischen Optomechanischen Industrie, sondern auch als Wegbereiter der Dampfmaschine in Bayern. 1810 wurde unter seiner Leitung die Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein technisch überarbeitet und bis nach Rosenheim verlängert. Sie war bis 1958 in Betrieb und ist in Teilen heute noch (inaktiv) vorhanden. 1804 entwickelte er und 1817 baute die 25 km lange erste Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall. Um die 356 m Steigung zu überwinden, setzte er eine 1810 von ihm entwickelte Wassersäulenmaschine ein, um die Sole mit Wasserkraft zu pumpen. Dafür wurde er vom Bayerischen König Max I. Joseph in den Adelsstand erhoben. Nach dem gleichen Prinzip entwickelte er auch Maschinen, die Wasser in Wassertürme förderten, von denen das Trinkwasser anfangs durch Holzleitungen, später durch Eisenrohre im Versorgungsgebiet verteilt wurde.            weiter zu Wikipedia

Der junge Traugott Ertel, ausgebildet zunächst als Schmied, erlernte das Handwerk des Feinmechanikers und Instrumentenbauers. Im Jahr 1804 trat er als Meister in die zwei Jahre zuvor von Georg von Reichenbach im Münchner Westend gegründete „Mathematische Werkstatt“ ein. Von Reichenbach entwickelte und fertigte hier zusammen mit seinen Partnern Joseph Liebherr und Joseph von Utzschneider astronomische und geodätische Instrumente. Zeitweilig war auch Joseph von Fraunhofer ein Mitarbeiter des Unternehmens. Im Jahre 1804 wurde das Unternehmen in „Mathematisch mechanisches Institut“ umbenannt.

 
Meridiankreisinstrument aus der feinmechanischen Werkstatt von Traugott Ertel (München, 1825)

Nachdem Ertel im Jahr 1815 Teilhaber von Reichenbachs Institut geworden war, wurden ihm von diesem am 16. Mai 1821 alle Anteile und somit das komplette Unternehmen übertragen. Ertel richtete es strategisch neu aus und fokussierte die Produktion auf hochwertige Vermessungsinstrumente wie Theodolite und Meridiankreise. Im Jahr 1834 benannte er die Firma in „T. Ertel & Sohn“ um.

Traugott Leberecht von Ertel starb 1858 hoch angesehen und vielfach ausgezeichnet. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Südfriedhof in München. Seinem Sohn Georg hinterließ er ein renommiertes Unternehmen mit etwa hundert Mitarbeitern. 1890 kaufte August Diez sämtliche Anteile am Unternehmen auf, das als Ertel-Werk für Feinmechanik am ursprünglichen Ort (nordwestlich der Ecke Westendstraße und Barthstraße) bis 1944 bestand, bis es nach einem Bombenangriff am 25. April 1944 völlig ausbrannte.[5] Das Werk fand nach dem Krieg vorübergehend einen neuen Standort in der Münchner Kuglmüllerstraße, bevor es am 1. Juni 1957 von München nach Puchheim verlegt wurde, wo es bis zur Insolvenz 1984 bestand.                              Link zu Wikipedia

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