Wenninger GeoMuseum für Vermessungstechnik und Geoinformation
Wenninger GeoMuseum          für Vermessungstechnik und Geoinformation

autonom agierende Vermessungsroboter

Dies Rubrik ist eigentlich erst mit den 2010er Jahren entstanden. Zwar gab es vorher auch schon Totalstationen die bestimmte Messreihenfolgen "robotisch" abtasteten, aber wirklich autonom fahrende und fliegende Vermessungsroboter gibt es erst mit dem Siegeszug der UAS/UAV Technik (Drohnentechnik) und der damit verbundenen Scanner- und Photogrammetrietechnik. Speziell entwickelte "Waypoint-CPU´s", ähnlich wie sie in der Automobiltechnik für autonomes Fahren eingesetzt wurden machten dies möglich.  und erlaubten ein cm-genaues exaktes Fliegen auf vorbestimmten Routen.

 

Unser "Beherbergunsbetrieb" die CADdy Geomatics GmbH hat sich auf diese Techniken spezialisiert, daher haben wir diese Entwicklung hautnah mitbekommen und können auch erste Exponate ausstellen.

 

Flying Surveyor - Prototyping

Diesen Artikel finden Sie auch im Photogrammetrietbereich und hier im Robotikbereich da Flug- und Auswertetechnik auch als Vorstufe des Flying Surveyor zu bewerten ist. Die Maschine ist im Wenninger Geomuseum ausgestellt.

 

mit dem Test von UL Flugmaschinen, hier ein motorisierter Paraglider, hat alles angefangen. Der Versuch die kleinräumige Photogrammetrie neu zu erfinden und mit einfachen, im Kofferraum zu transportierenden Flugmaschinen und PC-fähigen Auswertesystemen (Digitizer und Grafiksystemen), war nicht sehr von Erfolg gekrönt und der Pilot Helmut Wenninger hat einen Absturz in der Sahara glücklich überstanden.

 

Kleinräumige Photogrammetrie , also Gebiete mit geringen Abmessungen wie Bauobjekte, Straßenkörper oder Geländeprofile mit einem antransportierten Fluggerät zu vermessen war das Ziel. Dabei wurden aus geringer Höhe (bis zu 200m) Aufnahmen mit einer Messkamera (Rollei) erzeugt und anschließend auf dem Messtisch (A0 Digitizer) stereoskopisch ausgewertet.

 

Ziel war es an Ort und Stelle zu starten und einfach und schnell eine Geländevermessung durch zuführen. Problem war zum damaligen Zeitpunkt natürlich die fehlende Erlaubnis UL Flugzeuge zu führen (gab es als Typ noch gar nicht), daher musste für die Versuche ins Ausland ausgewichen werden. Diese Tests wurden in der Sahara südlich von Tamanrasset bei der Hoggarumfahrung gemacht.Das Problem war aber nicht die Auswertetechnik, sondern die kontrollierte Auslösung der Kamera- und Bildüberdeckung. Erst mit dem Umstieg auf die moderne UAV Steuerung für autonome Flugroboter wurde diese Technik einsatzfähig. Die Ergebnisse waren nicht sehr erfolgversprechend da auch der Aufwand bei dieser Art der Vermessung sehr hoch war und große Anforderungen an den Piloten darstellte. Die Versuche endeten mit dem Absturz aufgrund verringerter Motorleistung und wurden daher schon bald wieder eingestellt.

RegNr.   .......

Phantom PH4 von DJI

 

Diese UAS mit einer 12 Mpx Kamera ausgestattete Drohne hat der kleinräumigen Luftbildvermessung zum Durchbruch verholfen. Als erste Drohne war sie mit einem vollautonomen Navigationscomputer ausgestattet und  hatte auch bereits Kollisionsensoren verbaut. In Verbindung mit geeigneten Auswerte tools (siehe Ausstellung GeoApps) konnten hochgenaue 3D Modelle mit cm Bodenauflösung erstellt werden.

Im Museum können Sie sowohl eine vollständig flugfähige, wie auch ein abgestürtztes sehr beschädigtes Modell begutachten.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Wenninger Geo-Museum