Wenninger GeoMuseum für Vermessungstechnik und Geoinformation
Wenninger GeoMuseum          für Vermessungstechnik und Geoinformation

Ausstellungen - Übersicht Vermessungsgeräte

Mit der Visualisierung unseres Geomuseums versuchen wir die Geschichte der Vermessung und Geoinformation einfach, leicht verständlich und übersichtlich abzubilden. Dabei haben uns die bestehenden Werke und Sammlungen nicht die Antworten gegeben, die wir erwartet haben, um Außenstehenden und jungen Menschen ein Bild von diesem Beruf und dieser Kunst zu vermitteln. Vor allem die übergreifenden Disziplinen wie Mathematik und Geometrie, Mechanik und Elektronik, Photogrammetrie und Kartenkunde sind in den geschichtlichen Abläufen nicht ausreichend dokumentiert, verzahnt und diskutiert worden und kommen deutlich zu kurz.

 

Die Idee diese Geschichte einmal anders zu erzählen, wurde mit der Idee geboren unseren leiblichen und virtuellen Rundgang im Museum interessanter zu gestalten, an die Gegebenheiten der Pandemie anzupassen und das Ineinandergreifen dieser Disziplinen aufzuzeigen. Wir wollen auch die Zusammenhänge zu den großen Erfindern der Gerätetechnik, den Lebensgeschichten der Mathematiker und Kartographen, sowie den Vorreitern unter den Anwendern dieser Technologien aufzeigen. Natürlich ist uns klar das viele dieser Informationen schon in einzelnen Artikeln oder Fachbüchern zu finden sind. Aber ein übergreifendes Werk über verschiedene Jahrhunderte und Disziplinen aus diesem Blickwinkel gibt es noch nicht und schon gar nicht für die jüngere Geschichte der Geoinformation und der vermessungstechnischen Fotografie (Photogrammetrie), sieht man von unserem eigenen Werk, „der Geometer“ einmal ab, welches aber nur die Geschichte aus dem Blickwinkel des Autors erzählt.

 

 

Schon bei der Konzeption des Rundganges und damit auch dieses Buches haben wir gemerkt, dass dieses Vorhaben gar nicht so einfach umzusetzen ist. Wo setzen wir den Hebel an. In der Mathematik, bei der Vermessungstechnik, den Messverfahren oder bei den Erfindern der Gerätetechnik, die schlussendlich die Ideen der Mathematiker umsetzen mussten. Jeder war und ist ein Pionier und auf seine Weise einzigartig.

 

War in der Antike die Vermessung rein auf Bauwerke, Straßen, Viadukte und Kartenherstellung beschränkt, heute würden wir Ingenieurvermessung und Kartografie sagen, wurde mit der Einführung der Steuerkataster auch die amtliche Vermessung hoffähig und erzeugte damit eine wahre Explosion an Geräteentwicklungen.

 

Vermessung und Geoinformation ist aber heute viel mehr als nur die amtliche Vermessungstechnik und eigentlich ein sehr weiter Begriff. In unserer Wahrnehmung gehört dazu auch die handwerkliche Kunst der Vermessungstechnik, die Photogrammetrie, die Feinmechanik und Optik und in der jüngeren Gerätegeschichte auch Elektronik. Daher versuchen wir das Museum auch immer mit Bildern und Gerätetechnik aufzurüsten um die ganze Bandbreite dieser Technologien darzustellen. Beginnt die amtliche Vermessung erst im frühen 18. Jahrhundert mit der Einführung von Besteuerungssystemen für Grund und Boden, so beginnt die ingenieurtechnische Vermessungstechnik schon in der Antike. Ich möchte an das Thema von 2 Seiten herangehen und Ihnen die Kunst der Vermessung einmal von der rein technischen Seite und den dazu notwendigen Geräten zeigen und am Ende auch von der kulturellen Seite, also von der Erfinderseite, von den Menschen die sich diese Techniken und Mathematik ausgedacht haben, zeigen.

 

Vermessung ist die Kunst unsere Umwelt zu erfassen, die Ergebnisse zu darzustellen, neu zu gestalten, Baukörper zu entwerfen und wieder in die Umwelt zu übertragen. Dazu wollen wir Mathematik und Geräte zur Verfügung stellen, die dabei helfen, dass einfach und schnell zu ermöglichen.

 

 

Ausstellung 1.1     -    Eich- und Justiertechnik

Urmeter - Urschuh- und  Urfuss

Die Grundlage jeglicher Messtechnik sind exakt geeichte Messgeräte. Entfernungsmessung ohne definierten Meter oder Fuss ist undenkbar. Unsere Ausstellung beinhaltet Urmeter, Normalmeter und viele weitere Justagemöglichkeiten bis hin zu Schublehren und Transversal- und Noniusgeräten. Bis 1900 wurden Entfernungen in Fuss oder Geometerschuh gemessen. Ab 1900 wurde das Meter" eingeführt. Das Museum verfügt sowohl die alten "Schuh" und "Fuss" Justagestäbe, als auch das berühmte Urmeter der Reichenbachschen Werkstätten.

Der Meter ist die Basiseinheit der Länge im Internationalen Einheitensystem (SI) und in anderen metrischen Einheitensystemen. Ein Meter ist definiert als die Länge der Strecke, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299 792 458 Sekunde zurücklegt.[1] Das Einheitenzeichen des Meters ist der Kleinbuchstabe „m“. Für dezimale Vielfache und Teile des Meters werden die internationalen Vorsätze für Maßeinheiten verwendet.

Der Meter wurde 1799 als die Länge des Urmeters definiert, eines Prototyps aus Platin. Dessen Länge entsprach nach den damals durchgeführten Messungen dem zehnmillionsten Teil der Entfernung vom Nordpol zum Äquator. Die aktuelle Definition gilt seit 1983.

 

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Ausstellung 1.2    -     Die Höhenmesstechniktechnik

 

Damit das Wasser nicht aufwärts läuft

Nivelliergeräte sind seit der Antike bis heute eines der wichtigsten Vermessungsysteme. Die Höhenübertragung war seit jeher das Privileg des Baufachmannes und des Vermessers. Dabei haben sich unterschiedliche Verfahren im Laufe der Jahrhunderte herauskristallisiert, die wir Ihnen im Museum vorstellen möchten. Gleichzeitig haben wir die Geräte auch nach Herstellern sortiert um Ihnen einen besseren Überblick zu geben. 

 

Damit wurden auch damals schon die Höhenunterschiede bei Wasserleitungen, Viadukten oder großen Gebäuden sehr genau ermittelt.

 

Grundsätzlich soll das Nivelliergerät mit gleichem Abstand zu den Messpunkten aufgestellt werden. Bei diesem „Nivellement aus der Mitte“ bleibt ein Zielachsfehler unwirksam und auch die Erdkrümmung wirkt sich nicht fehlerverursachend aus. Auch sollte man darauf achten, dass man das Instrument immer zur gleichen Latte einspielt. Dadurch wird die Horizontschräge beseitigt (Verfahren „Rote Hose“). Damit ein Höhenunterschied über größere Entfernung, über größere Höhenunterschiede oder um Hindernisse gemessen werden kann, wird die Messung in Abschnitte geteilt. Ein Abschnitt besteht jeweils aus der Messung vom bekannten Punkt zum neuen Punkt. Das Nivellier wird zwischen beiden horizontiert aufgestellt, das heißt, die Ziellinie ist horizontal. Der bekannte Punkt wird Rückblick genannt, der neue Punkt heißt Vorblick. Die Ablesungen werden subtrahiert, Rückblick minus Vorblick, um den Höhenunterschied zu erhalten.

Auf dem Zielpunkt angekommen werden die Höhenunterschiede aller Abschnitte addiert, um den Höhenunterschied zwischen Ausgangspunkt und Zielpunkt zu erhalten. Wir zeigen Ihnen im Museum die gängigsten Instrumente deutscher und englischer Hersteller.

 

Wir unterteilen die Ausstellung in verschiedene Bereiche:

 

- Nivelliergeräte für die Höhenübertragung

- Lot und Absenkgeräte

 

Damit Sie sich unter der Technik etwas vorstellen können hier ein Demovideo aus unserem youtubechannel

 

Demovideo zum Thema "Nivellieren und Höhenübertragen". 

 

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Ausstellung 1.3     -     Lot- und Absenktechnik

 

Im weitesten Sinne auch eine Nivelliertechnik, aber nicht in der waagrechten, sondern in der Senkrechten. Die Technologien ähneln denen der Nivelliertechnik, trotzdem geben wir diesen Kategorie eine eigene Ausstellung. Im Museum haben wir eine ganze Reihe von optischen Systemen. Leider keine Gerät der Kategorie Lasertechnik.

 

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Theodolit

Ausstellung 1.4    -     Die Winkelmesstechnik

 

Theodolite wurden und werden zur Winkelmesstechnik eingesetzt. Der Geodät kann damit den Horizontal und Vertikalwinkel zwischen zwei Zielpunkten ermitteln und über die entsprechende Mathematik die Koordinaten seines Standpunktes bzw. seines Zielpunktes berechnen. Dabei haben sich in den letzten Jahrhunderten unterschiedliche Arbeitsweisen und damit verschieden Gerätekategorien herausgebildet.

 

zur Ausstellung    1.4.1 Theodolite

                             1.4.2 Bussolen und Kompasse

                             1.4.3 Kippregeln

 

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Demovideo zum Thema "Winkelmessung mit Theodoliten":  Video 1   und Video 2

Ausstellung 1.4.3    -     Die Kippregeltechnik

 

Eigentlich gehören Kippregeln auch in die Kategorie Winkelmessung, aber da Sie eher auf grafischem Weg arbeiten und ein ganz wichtige Funktion in der Geschichte der Katastervermessung hatten geben wir hier eine eigene Rubrik. Unsere große Sammlung bietet einen guten Überblick über diesen Typus von Vermessungsgeräten. Kippregeln dienten in Verbindung mit einem Messtisch dazu, direkt über die Technik des grafischen Vorwärtsschnittes das Gelände zu vermessen und das Ergebniss auf Papier zu bringen. So wurde nicht nur ganz Bayern, sondern die halbe Welt im 17. und 18. Jahrhundert "aufgemessen".

 

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Ausstellung 1.5    -    Entfernungsmesstechnik

 

Entfernungsmesstechnik ist ein zentrales Element der Vermessungstechnik. Es gibt zig verschiedene Verfahren um Entfernungen zu ermitteln. Das beginnt beim einfachen Massband, den Reichenbachschen Distanzfäden bis hin zum modernen Laserpulsentfernungsmessgerät. 

 

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Ausstellung 1.6    -     Totalstationen - Tachymeter

 

Totalstationen sind Messgeräte die nahezu alle Messmöglichkeiten in einem Gerät vereinigen. Sie können Winkel und Entfernungen messen, bieten aber in den motorischen Ausführungen auch schon robotische Eigenschaften und sind daher in Zukunft auch in dieser Kategorie zu finden (sobald es uns gelingt entsprechende Austellungsstücke zu finden)

 

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Ausstellung 1.7    -    GNSS  -  GPS Systeme

 

"Global Positioning and Navigation Systeme"  gibt es in jeder Größe und Ausprägung. Vom Handnavigationnssystem bis zum vermessungstechnisch hochgenauen System mit viruellen Referenzstationen. Eigentlich stellen GPSgeräte im Sinne der Messtechnik keine eigene Kategorie dar, da es sich um Entfernungsmessgeräte (zum Satelliten) mit einem Auswerterechner (Rückwärtsschnitt) handelt. Da aber die Bedeutung in der modernen Vermessungstechnik so groß ist ,geben wir dieser Geräteart ein eigene Ausstellung und Rubrik. 

 

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Ausstellung 1.8   -    Vermessungsrobotik

 

Unmanned Air Systeme kurz UAS oder UAV - im Volksmund "Drohnen" genannt haben im Sturmschritt unsere Vermessungswelt erobert und die ersten Systeme haben schon wieder Museumscharacter.

Wir sind erst am Beginn dieser Sammlungskategorie, möchten aber diese Technik gesondert vorstellen.

In der Zwischenzeit agieren diese Geräte vollautomatisch, daher schaffen wir eine neue Rubrik

"Vermessungsrobotik", weil mit ähnlicher technik auch Vermessungboote und Veressungstotalstationen arbeiten.

 

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Ausstellung 2.0    -     Zeichentechnik

 

Zeichengeräte sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Messtechnik und Kartografie. iSie bringen die gemessenen Ergebnisse aufs Papier. Wie bei fast allen Vermessungsgeräten ist hier die lange Evolutionskette vom einfachen Lineal und Zirkel bis hin zum modernen Plotter besonders deutlich abzulesen.

 

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Ausstellung 3.0    -    Photogrammetriesysteme

 

Photogrammetrische Messtechnik ist auch ein weites Feld. Leider sind die historischen Geräte sehr platzfressend, was wir in den gegenwärtigen Räumlichkeiten gar nicht abbilden können. Daher konzentrieren wir uns gegenwärtig auf kleinere Technikeinheiten, versuchen aber von klassischen Geräten bis zur Drohnenphotogrammetrie zu spannen.

 

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Ausstellung 4.0    -    Kartografietechnik

 

Die Messergebnisse auf Papier, Folie oder im digitalen Zustand in den Computer zu bringen war seit jeher die große Herausforderung des Geodäten und Kartographen. Wir können natürlich im Museum nur einen kleinen Überblick geben über die Technologien der Erfassung und der Reproduktion. Besonders stolz sind wir auf Lithografiesteine die zeigen welche Möglichkeiten diese Technik geboten hat. 

 

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Ausstellung 5.0    -    Rechentechnik und Geoinformatik

 

Geoinformatik ist ein extrem weites Feld und umspannt die Entwicklung von vermessungstechnischen Verfahren, die sich in einem Computer abbilden und speichern lassen bis hin zu moderner Telematik. Wir unterteilen darum auch in Soft- und Hardwaresysteme.

Wenn wir an Rechengeräte denken meinen wir heute moderne Computer. Dabei gibt es eine lange Geschichte bis die Rechner soweit waren wie heutige Computer. Alte Rechenmaschinen oder logarithmische System sind ein faszinierende Beispiele was intelligente Mechanik alles leisten kann. Auch diese weite Rubrik unterteilen wir wieder in drei Bereichen

 

5.1 mechanisch-logarithmische Geräte

5.2 Speichertechnik

5.5 Softwaretechnik

5.4 berühmte Apps und Geoprodukte

 

Ausstellung 6.0    -    GeoArt - Kunst

 

Die Messergebnisse auf Papier, Folie oder im digitalen Zustand in den Computer zu bringen war seit jeher die große Herausforderung des Geodäten und Kartographen. Wir können natürlich im Museum nur einen kleinen Überblick geben über die Technologien der Erfassung und der Reproduktion. Besonders stolz sind wir auf Lithografiesteine die zeigen welche Möglichkeiten diese Technik geboten hat. 

 

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